Nachhaltigkeit im eigenen Garten –  So hältst du dich und deinen Garten gesund

Nachhaltigkeit im eigenen Garten – So hältst du dich und deinen Garten gesund



Obst und Gemüse aus dem Supermarkt? Das geht auch anders! Warum nicht einfach mal selbst zum Gärtner werden und im eigenen Biogarten verschiedene Gemüse- und Obstsorten anbauen? Das macht großen Spaß, ist gar nicht so schwer und du lernst dabei viel über die Gartenpflanzen. Auch sonst hat ein eigener Anbau viele Vorteile: Du hast frisches Obst, Gemüse und Kräuter immer griffbereit und bist nicht mehr auf das Angebot im Supermarkt angewiesen. Außerdem kannst du in deinem Garten einiges für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz tun.

Das ist nicht nur gut für die Flora und Fauna, sondern unterstützt auch deine Gesundheit. Denn die Erzeugnisse aus deinem eigenen Garten sind hundert Prozent Bio und damit frei von jeglichen Schadstoffen. Also absolut gesund und nachhaltig!

In diesem Artikel haben wir die viele interessante und hilfreiche Tipps für dich zusammengestellt. Wir verraten dir, wie du das Projekt Biogarten am besten angehst, worauf du achten solltest und was du sonst noch für die Nachhaltigkeit in deinem eigenen Garten tun kannst.

 

Vorteile eines eigenen Gartens

Ein eigener Garten ist eine feine Sache: Jeden Tag kannst du die Wachstumsfortschritte deiner Pflanzen bewundern und dich an den vielen Insekten- und Vogelarten erfreuen, die es sich in deinem Garten schon bald gemütlich machen werden. Ein eigner Garten ist außerdem eine große Chance, sich aktiv für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz einzusetzen und einen wichtigen Beitrag zu leisten.

Besonders groß ist dieser Effekt, wenn du auch bei der Anpflanzung und Pflege deiner Obst- und Gemüsepflanzen auf Pestizide und andere Chemiekeulen verzichtest und stattdessen auf natürliche Mittel zurückgreifst. Dann wird dein Garten nicht nur absolut Bio und wunderschön, sondern schont auch die Umwelt und fördert deine Gesundheit.

Die wichtigen Stoffe in Beeren, Zwiebeln, Ingwer, Radieschen und anderen Sorten, die du selbst anpflanzen kannst, unterstützen dein Immunsystem und machen dich stark für die Winterzeit.

 

Einen eigenen Biogarten anlegen

Nachhaltiger Garten

Für die Gestaltung eines eigenen Biogartens sind gründliche Vorüberlegungen und eine gute Planung essentiell. So ist vor Beginn der Gartengestaltung unter anderem festzulegen, wie groß die Blumen- und Gemüsebeete werden, ob eine Kräuterspirale angelegt wird und wie groß die Rasenfläche sein soll. Außerdem musst du entscheiden, welche Obst- und Gemüsesorten du in deinem Garten anbauen möchtest. Je nach Gartenkonzept bieten sich schön angelegte Wege an, die zum Entdecken einladen und deinen Garten strukturieren, weil sie die einzelnen Bereiche (Blumenbeet, Gemüsegartenoptisch abtrennen

Beim nachhaltigen Gärtnern ist auch auf eine ausgewogene Artenvielfalt im Garten zu achten, damit der natürliche Kreislauf bestehen bleibt. Denn wenn bei den Tierarten ein gesundes Gleichgewicht herrscht, haben Schädlinge kaum eine Chance und deine Pflanzen können in Ruhe heranwachsen.

Um diesen Effekt zu erreichen, musst du erst einmal die gewünschten Tierarten in deinem Garten ansiedeln. Ein wesentlicher Punkt, um nützliche Insekten und Vögel anzulocken, besteht darin, zumindest einen Bereich im Garten als Wildblumenwiese wachsen zu lassen. Laubhaufen, Brennnesseln und Gundelreben locken zusätzlich Insekten und andere Tiere an. Gleiches gilt für einheimische Hecken und Bäume.

Für noch mehr Nachhaltigkeit in deinem Biogarten solltest du darauf achten, welche Gemüsepflanze du wohin pflanzt. Das Wachstum und die Gesundheit der Pflanzen werden maßgeblich dadurch beeinflusst, ob sich die Pflanzen mögen oder nicht.

Knoblauch und Zwiebeln zum Beispiel schützen Erdbeerpflanzen effektiv vor Schädlingen und Pilzen. Und wächst Basilikum in der Nähe von Gurken, werden diese nicht von Mehltau befallen. Borretsch sorgt für einen lockeren Boden und damit für eine gute Belüftung der Wurzeln.

 

Diese Pflanzensorten sind geeignet

Gartenteich Nachhaltigkeit

Gerade als Anfänger beim Gärtnern kann einen schnell der Mut verlassen, wenn man liest, was manches Obst oder Gemüse an Pflege braucht. Doch es gibt auch viele Sorten, die sehr unkompliziert und daher für Anfänger genau richtig sind. Sie versprechen Erfolg und machen daher Mut, schon bald andere Sorten auszuprobieren.

Radieschen zählen zu den einfachsten Gemüsesorten und können zwischen Frühjahr und Sommer und im Herbst immer gepflanzt werden. Nach nur drei Wochen sind die kleinen Radieschen reif, doch schon vorher können ihre Blätter geerntet werden.

Karotten sind ebenfalls sehr pflegeleicht und brauchen lediglich einen lockeren Boden ohne Steine und Klumpen, um schön wachsen zu können. Nach etwa vier Wochen sind die ersten Karotten reif.

Blattsalate, Zucchini, Tomaten, Paprika und Bohnen dürfen in keinem Gemüsegarten fehlen und eignen sich auch für noch unerfahrene Gärtner. Bei den Obstsorten sind Beeren anfängerfreundlich, vor allem Erdbeeren und herbsttragende Himbeeren. Bei richtiger Lagerung bleibt die Frische deiner selbstangebauten Obst- und Gemüsesorten nach der Ernte besonders lange erhalten.

 

Nachhaltige Pflanzenpflege

Oekologisch gärtnern

Die Pflanzen und besonders die Gemüsepflanzen in deinem Garten brauchen eine gute Pflege, um schön wachsen und gedeihen zu können. Doch auch hier solltest du immer auf Nachhaltigkeit achten. Das schont nicht nur deinen Geldbeutel und die Umwelt, sondern letzten Endes auch deine Gesundheit.

Nachhaltige Pflanzenpflege beginnt schon bei der Bewässerung. Die Erde ist gemeinhin als „blauer Planet“ bekannt, weil sie zu einem großen Teil aus Meeren, Ozeanen, Flüssen und Seen besteht.

Wer nun aber denkt, dass dadurch Wasser in rauen Mengen zur Verfügung steht, irrt leider: Gerade einmal zwei Prozent des Wasservorkommens können von Mensch und Tier als Trinkwasser nutzen! Das bedeutet konkret, dass die Wasserressourcen stark begrenzt sind und daher nicht unnötig verbraucht werden sollten.

Zur Bewässerung deiner Pflanzen solltest du aus diesem Grund auf Regenwasser zurückgreifen, das du ganz bequem in einer Regentonne im Garten sammeln kannst. Das Regenwasser ist aber nicht nur umweltschonend, sondern sogar besser für deine Pflanzen als Trinkwasser: Regenwasser enthält viele wichtige Nährstoffe, dafür aber deutlich weniger Kalk.

Bei der Düngung deines nachhaltigen Biogartens solltest du zu biologischen statt chemischen Mitteln greifen. Als biologische Dünger eignen sich Pflanzenjauchen, Kompost oder Hornspäne.

Kleine natürliche Helfer wie Würmer, Kleinstlebewesen und Bakterien zersetzen organisches Material (Küchen- oder Gartenabfälle) zusammen mit Laub und verwandeln es in kostbaren Humus, mit dem du deine Pflanzen düngen kannst. So werden vor allem die Gemüsepflanzen optimal mit wichtigen Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor, Kalium und Schwefel versorgt und können prächtig gedeihen.

 

 

Nachhaltige Gartenarbeit im Herbst

Ab dem Spätsommer wird es deutlich ruhiger um den eigenen Garten – könnte man meinen. Tatsächlich aber gibt es für Biogärtner gerade jetzt im Herbst viel zu tun, schließlich gilt es, den Garten optimal auf die kalte Winterzeit vorzubereiten. Dazu gehört es, die Blumenzwiebeln für das nächste Frühjahr zu setzen und mehrjährige Stauden im Herbst herunterzuschneiden.

Immergrüne Pflanzen wie Buchs oder Kirschlorbeer werden durch einen Kaliumdünger robuster für die Wintermonate und auch der Rasen sollte mit Kalium versorgt werden. Schütze die Wurzeln von Kübelpflanzen, die im Winter draußen bleiben können, vor Kälte und Frost, indem du die Töpfe einwickelst, zum Beispiel mit Noppenfolie. Zum Frostschutz der Pflanzen selbst eignen sich Jutesäcke oder Reisig.

Während sich die meisten Vogelarten zum Überwintern auf den Weg in den Süden machen, sind die Bewohner eines Gartenteichs auf deine Hilfe angewiesen, um den Winter in Ruhe verschlafen zu können. Sinkt die Wassertemperatur unter vier Grad, überstehen viele Teichfische die kalten Monate nicht. Aus diesem Grund solltest du die richtige Temperatur kennen und konstant halten, damit sie sich wohlfühlen und nicht durch schwankende Temperaturen immer wieder aufwachen. Eine Teichbeheizung verhindert, dass das Teichwasser im Herbst und Winter zu plötzlich abkühlt und sich zwischendurch wieder aufwärmt. So lässt sich die Temperatur nach und nach kontrolliert absenken.

Schmetterlinge und andere Nützlinge sollten Zugang zum Gartenhaus haben, für Insekten ist ein selbstgebautes Insektenhotel ideal. Vögel, die im Winter hierbleiben, ist mit Futterstellen gut geholfen und Igel suchen sich gern in einem Laubhaufen einen Platz zum Überwintern.

 

Bilder

Abbildung 1: Fotolia.com © K.-U. Häßler #106764331
Abbildung 2: Fotolia.com © Ivonne Wierink #68076294
Abbildung 3: Fotolia.com © Andrea #136599016
Abbildung 4: Fotolia.com © ThamKC #83191715

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