Natürliche Hausmittel zur Stärkung des Immunsystems

Natürliche Hausmittel zur Stärkung des Immunsystems



Dein Immunsystem ist geschwächt? Die Natur hat viele immunstärkende Pflanzen zu bieten, die nicht nur köstlich sind, sondern auch richtig gesund. Wir zeigen dir, wie du dir mit der richtigen Ernährung den Gang zur Apotheke ersparen kannst.

Die 10 besten Immun-Booster für den Körper

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Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für das Immunsystem, unter anderem für den Stoffwechsel und die Verdauung. Es gibt bestimmte Lebensmittel, die zudem die Vitalstoffe beinhalten, die den Körper vor Erkältungen schützen. Mittlerweile sind Superfoods sprichwörtlich in aller Munde, viele davon aus exotischen Ländern. Da das nicht gerade nachhaltig ist, haben wir bereits einen Artikel über heimische Superfoods für dich verfasst.

Ätherische Öle aus Radieschen und Ingwer

Die Scharfstoffe Gingerol und Shogaol wirken erwärmend und regen so den Stoffwechsel und die Entschlackung an. Das natürliche Vitamin C von Ingwer kann entzündungshemmend wirken, die Aufnahme von Eisen verbessern, die Abwehrkräfte stärken und soll zudem Müdigkeit entgegenwirken. Dazu enthält Ingwer noch verschiedene Mineralstoffe wie Eisen, Calcium und Phosphor.

Antioxidantien aus Heidelbeeren, Zitrusfrüchten aber auch aus Zwiebeln und Kräutern

Diese sind nicht nur für ihre antibakteriellen Eigenschaften bekannt, sie sollen auch zu den krebsvorbeugenden Lebensmitteln gehören und das Gedächtnis auffrischen können. Für letzteres soll der sekundäre Pflanzenstoff Fisetin zuständig sein, ein zu den Farbstoffen gehörendes Flavonoid, das vor allem in Weintrauben enthalten ist. Zu den Antioxidantien zählt man Vitamin E (Stoffwechsel), Vitamin C (Eisenaufnahme, Knochenbau) und Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A, Augengesundheit).

Vitamin C aus Acerola, Hagebutte, Sanddornbeere und Goji-Beeren ist ein wichtiges Antioxidans. Es gewährleistet eine normale Funktion des Immunsystems. Als tägliche Verzehrmenge werden 100 mg Vitamin C empfohlen.

B-Vitamine aus Getreide, Hülsenfrüchten und tierischen Produkten

B-Vitamine sind essentiell für viele Körperfunktionen. Vitamin B1 wirkt positiv auf das Nervensystem und den Stoffwechsel. Vitamin B6 ist wichtig für den Energiestoffwechsel und die Psyche. Nur wenn alle B-Vitamine über die Nahrung aufgenommen werden, ist ihre Wirkung optimal.

Sekundäre Pflanzenstoffe aus grünem Gemüse und Karotten (Carotinoide), Rotkohl (Flavonoide), Pflaumen (Anthocyane) und Hülsenfrüchten (Saponine) sind wichtig für das Immunsystem. Carotinoide erhöhen zum Beispiel das Wachstum von T- und B-Lymphozyten, die Killerzellen im Blut, und verbessert so die Vorgänge im Immunsystem.

Mineralstoffe aus Nüssen (Mangan, Selen, Kalium)

Sowie Fisch (Jod, Zink), Kakaopulver (Eisen, Zink, Kupfer) und Trockenobst (Kalium, Phosphor) unterstützen die Zellteilung und stärken so die zellulare Immunantwort. Getrocknete Aprikosen enthalten dabei fünf Mal mehr Kalium als frische Aprikosen. Aber Achtung, zwar sind Trockenfrüchte durch den Wasserentzug mineralstoffreicher als frische Früchte, jedoch enthalten sie auch mehr Zucker. Daher: in Maßen genießen.

Probiotika aus fermentierten Milchprodukten wie Joghurt, Kefir und Buttermilch stärken die Darmflora, was wiederum das Immunsystem positiv beeinflusst. Darm und Immunsystem arbeiten Hand in Hand zusammen. Wenn die Verdauung träge ist, schwächt dies die Abwehrkräfte. Das Wort Probiotika leitet sich übrigens vom Griechischen ab und bedeutet „für das Leben“. Mehr zu den Probiotika findest du hier.

Allicin aus Knoblauch

Knoblauch soll antibakteriell und antiviral wirken. Grundsätzlich werden zwei Knoblauchzehen pro Tag empfohlen, um das Immunsystem zu stärken und Infektionen zu bekämpfen, aber auch um Erkrankungen vorzubeugen.

Omega-3-Fettsäuren aus Nüssen, Fisch und Leinöl spielen eine wichtige Rolle bei der Prävention sowie auch bei der Behandlung bestimmter Erkrankungen wie Rheuma, Darmerkrankungen und Neurodermitis.

Enzyme aus Gerstengras, Papaya und Ananas sind nicht nur verdauungsfördernd, sondern haben Einfluss auf den gesamten Stoffwechsel. Papaya wird auch die Wunderfrucht aus den Tropen genannt, da Papain – das Enzym der Papaya – die körpereigene Aufnahme von Aminosäuren unterstützt und somit bei vielen Funktionen hilft: Stärkung des Immunsystems, Muskelaufbau, Festigung von Knochen und Bindegewebe, Zellschutz und Beschleunigung des Stoffwechsels. Achtung: durch die Magensäure kann dieses Enzym weitgehend zerstört werden, in Kapselform kann Papain seine volle Wirkung entfalten.

Wie stärke ich mein Immunsystem ganzheitlich?

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Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Baustein – doch ganz alleine reicht sie nicht aus, um das Immunsystem auf Trab zu halten. Deswegen hier noch einige Tipps:

  1. Ausreichend schlafen, damit der Körper starke Abwehrkräfte bilden kann.
  2. Bewegung in der frischen Luft und Sonne tanken. Nur so kann der Stoffwechsel Vitamin D (Knochenbau, Zellenschutz) herstellen.
  3. Viel Wasser trinken, dafür Alkohol und Tabak reduzieren. Durch ausreichend Flüssigkeit können Schadstoffe aus dem Körper geleitet werden.
  4. Autogenes Training und Entspannung gegen Stress, denn wer psychisch gestresst ist, ist auch körperlich anfälliger.
  5. Ganzkörperliche Hygiene. Aber Achtung: übertriebene Hygiene ist ungesund, da der Körper Infektionserreger benötigt. Auf Dauer kann zu viel Hygiene sogar die Hautflora beschädigen und den Säureschutzmantel der Haut stören.

Du möchtest deine Ernährung nachhaltig umstellen? Dann werden dich unsere 5 Tipps für eine Ernährungsumstellung sicherlich interessieren.



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