Ökodörfer aus aller Welt

Ökodörfer aus aller Welt



Ökodörfer lassen sich in verschiedensten Ecken der Welt finden und sind sehr vielfältig in ihrer Ausrichtung. Alle Konzept eint jedoch der Wunsch nach einem ökologischen Leben und die Stärkung sozialer Gemeinschaft. Eine Globalisierung unseres derzeitigen Lebensstils ist unmöglich geworden, da Ressourcen zu sehr ausgebeutet werden. Dafür müssen nachhaltige Lösungen gefunden werden. Ein zukunftsfähiger, achtsamer Lebensstil ist für die verschiedenen Konzepte der Ökodörfer essentiell. Ökodorfer haben eine eigene Rechtsform und sind zum Beispiel als Verein oder Genossenschaft organisiert. Wir stellen euch ein paar Beispiele vor.

Auroville

Seit 1968 leben in der südindischen Siedlung Auroville Aussteiger aus aller Welt zusammen. Am Anfang stand die Frage: Wie sieht sie aus, die Alternative zum Western way of life? Diese Stadt soll eine mögliche Antwort geben. Das Ziel ist menschliche Einheit– ein Leben in Frieden, Fortschritt und Harmonie, unabhängig von Glaubensvorstellungen, politischen Ansichten oder Nationalitäten. In Auroville, was so viel wie “Stadt der Morgenröte” bedeutet, gibt es kein Geld, keine Konkurrenz, Werbung, Leistungsdruck oder Armut. Man lebt und arbeitet zusammen, möglichst autark. Grundsätzlich steht es jedem frei, Auroville zu besuchen oder ein Teil der Gemeinschaft zu werden. In Deutschland wurde der gemeinnützige Verein Auroville International (AVI) Deutschland e.V. gegründet, um das Zukunftsprojekt über Grenzen hinaus bekannt zu machen und beim Ideal der menschlichen Einheit mitzuwirken. Interessierte werden vom Verein über das Projekt informiert und vernetzt.

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Awra Amba

Utopia in Ethiopia- damit könnte man Awra Amba assoziieren. In dem selbstverwalteten äthiopischen Dorf in der Provinz Amhara hat man den Religionen abgeschworen, Frauen und Männer sind gleichberechtigt und alle arbeiten für das gemeinschaftliche Wohl. Ressourcen werden in Bildung, Gesundheit und Altenpflege gesteckt. Gegründet wurde das Dorf 1980 von Zumra Nuru, der jedoch Ende des Jahrzehnts vor dem marxistischen Regime flüchtete, das ihn als Konterrevolutionär betrachtete. Die Gemeinschaft löste sich auf. 1991 kehrten jedoch die meisten Bewohner zurück – Schulen, eine Stoffmanufaktur, ein Altersheim, eine Mühle und Werkstätten wurden gebaut. Gewinne werden unter allen Bewohnern aufgeteilt. Interessierte finden hier übrigens eine 360° – Doku über das Projekt – spannend!

 

Lebensraum

Der Lebensraum ist ein innovatives Cohousing-Projekt in Niederösterreich. Hier, in Gänserndorf Süd, ca. 20 km von Wien entfernt, können die Bewohner neben ihrer Privatsphäre auch die Vorzüge des gemeinschaftlichen Lebens genießen. Wie das funktioniert? Es gibt großzügige Gemeinschaftsräume, Projekte und Aktivitäten. Darunter fallen beispielsweise Filmabende, Kochgruppen oder Yogakurse, aber auch eine Werkstatt oder ein Legehennenprojekt. Jeder, der möchte, kann etwas anbieten oder eine Interessengemeinschaft gründen. Entscheidungen, die die Gemeinschaft betreffen, werden demokratisch getroffen. Abgesehen davon ist der Lebensraum auch eine Niedrigenergie-Siedlung mitten im Grünen.

 

Sieben Linden

In Sieben Linden in Sachsen-Anhalt wohnen derzeit 140 Menschen auf einem 80 Hektar großen Gelände. Seit 1997 wird hier versucht eine ökologisch, sozial und global gerechte Lebensweise zu etablieren. Die Bewohner lehnen hierarchische Verhältnisse ab, versuchen bewusst zu kommunizieren und Entscheidungen im Konsens zu treffen. Sieben Linden ist als Genossenschaft organisiert. Circa ein Drittel der Bewohner sind Kinder. Diese werden gemeinsam versorgt, darüber hinaus ist jeder für sein eigenes Einkommen verantwortlich. Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, der kann sich diesen Kurzfilm ansehen, in dem die Bewohner über das Projekt reden.

 

Ökopolis Tiberkul

Ökodörfer

Mitten in der sibirischen Taiga befindet sich die spirituelle, ökologische Gemeinschaft Ökopolis Tiberkul. Sie besteht aus mehreren Dörfern, in denen inzwischen mehrere tausend Menschen leben. Gegründet wurde Ökopolis Anfang der 90er-Jahre von Wissarion, Sergei Anatoljewitsch Torop, der sich als die Reinkarnation Jesus von Nazareths sieht. Seine Vision war es die “Kirche des letzten Testaments” zu gründen. Die Natur ist hier noch weitestgehend unberührt, die Taiga ist reich an Heilkräutern und Beeren und das Wasser hat eine sehr gute Qualität. Die Bewohner der Gemeinschaft ernähren sich großteils vegan, zumindest aber vegetarisch. Durch das kontinentale Klima sind die Winter hier sehr kalt und die Sommer sehr heiß. Durch die Trockenheit werden Temperaturen jedoch als viel angenehmer empfunden. Ökopolis gehört heute zu den größten Selbstversorger-Projekten der Welt.

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Tamera

Tamera bezeichnet sich selbst als Heilungsbiotop und Friedensforschungszentrum. Etwa 170 Menschen aus aller Welt leben und arbeiten auf diesem schönen Flecken Erde im Alentejo in Portugal zusammen. Im Zentrum des Projekts liegt die Forschung an Modell für ein friedliches Zusammenleben zwischen Menschen, Tieren und Natur sowie regionale Lebensmittel- und Energieautarkie. Entscheidend für das Projekt ist außerdem das Konzept der freien Liebe ohne Besitzansprüche oder Verlustängste. Das wird als Grundbaustein für Vertrauen innerhalb der Gemeinschaft angesehen. Bildung ist essentiell: Tamera unterhält unter anderem den „Globalen Campus“, das „SolarVillage“, die „Jugendschule für Globales Lernen“, und das „Institut für Globale Friedensarbeit“.

 

Lebensgarten

Der Verein Lebensgarten Steyerberg e.V. ist eine Siedlungsgemeinschaft in Niedersachsen. 140 Bewohner versuchen hier im Einklang miteinander und der Natur zu leben. Außerdem ist der Lebensgarten ein Gründungsmitglied und Teil eines weltweiten Netzwerks von Ökodörfern, dem Global Ecovillage Network. Es gibt hier einen Permakulturpark, Gemüse wird allerdings auch in den Gärten der Bewohner angepflanzt. Außerdem steht ein Seminarhaus, eine Meditationsschule und Electrocarsharing zur Verfügung. Meditation, Gesang und Kreistänze sind täglich stattfindende Rituale.

 

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