Sechs grüne Tipps für mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz

Sechs grüne Tipps für mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz



Ob Arbeitgeber oder Arbeitnehmer – verantwortungsvolle Verbraucher achten nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch am Arbeitsplatz auf Nachhaltigkeit. Doch wie erreicht man mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz? Unsere sechs Tipps zeigen, wie es geht.

1. Fahrgemeinschaft statt Solofahrt

Nachhaltig zur Arbeit

Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz beginnt bereits auf dem Hin- bzw. Rückweg. Statt alleine mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, sollte man umweltfreundlichere Alternativen wählen. So kann man mit Arbeitskollegen, die in der Nähe des eigenen Zuhauses wohnen, eine Fahrgemeinschaft bilden. Das senkt den ökologischen Fußabdruck jedes Mitfahrers, wie das Umweltbundesamt an einem Rechenbeispiel illustriert: „Zwei Autos mit je einer Person benötigen für die gleiche Strecke fast doppelt so viel Treibstoff wie ein Auto mit zwei Personen.“ Denn bei einem ca. 1000 kg schweren Auto fällt das Körpergewicht einer zusätzlichen Person beim Spritverbrauch kaum ins Gewicht. Berufspendler, die keine geeigneten Arbeitskollegen als Mitfahrer finden, können auch die Mitfahrgelegenheiten nach Fahrplan bei Bus und Bahn oder Vermittlungsbörsen im Internet nutzen.

Noch umweltfreundlicher als die Bildung einer Fahrgemeinschaft ist natürlich die Fahrt zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder gar mit dem Fahrrad. Letztere Alternative sorgt zudem für einen angeregten Kreislauf am Morgen und verbessert die Fitness und damit die Leistungsfähigkeit. Doch nicht nur auf der Fahrt zur Arbeit, auch in der Firma können Sie sich nachhaltig fortbewegen. Benutzen Sie öfters mal die Treppe statt dem Aufzug, vor allem dann, wenn Sie alleine im Haus unterwegs sind.

 

2. Tageslicht statt künstliches Licht

Tageslicht ist die natürlichste Form des Lichts und damit schonender für die Augen als künstliches Licht. Außerdem sorgt das Licht der Sonne für eine angenehmere Arbeitsatmosphäre als jenes von Deckenstrahlern und Tischlampen. Doch das Hauptargument für die Bevorzugung von Tageslicht gegenüber künstlichen Lichtquellen ist das Einsparen von Energie aufgrund des geringeren Stromverbrauchs. Achten Sie daher darauf, nur künstliche Lichtquellen zu aktivieren, wenn Sie diese wirklich brauchen und schalten Sie gegebenenfalls jene aus, die unnötigerweise brennen. Sie werden sehen, schon bald werden es Ihnen Kollegen gleichtun, denn wer etwas Positives vorlebt, kann andere mitreißen! Für Arbeitgeber ist die Installation von Bewegungsmeldern in dunkleren Gängen und Treppenhäusern anstelle einer Dauerbeleuchtung ein weiterer Hebel, um Arbeitsplätze nachhaltiger zu gestalten – vor allem dann, wenn sich auch zur späten Stunde noch einzelne Arbeitnehmer vor Ort aufhalten.

 

3. Stromverbrauch reduzieren

Apropos Abschalten! Bevor Sie Ihren Arbeitsplatz verlassen, sollten Sie sich vergewissern, dass alle elektronischen Geräte ausgeschaltet sind. Um sicher zu gehen, ziehen Sie alle Geräte nach dem Gebrauch aus der Steckdose. Noch praktischer geht dies unter der Verwendung einer Steckdosenleiste mit Kippschalter, mittels derer man mit einem Knopfdruck alle angeschlossenen Geräte ausschalten kann. Das Versetzen der Geräte in den Stand-by-Modus sollten Sie zum Feierabend hin unbedingt vermeiden, denn im Ruhezustand wird weiter Energie aufgewendet. Der Stand-by-Modus eignet sich lediglich dazu, kurze Arbeitspausen zu überbrücken und im Anschluss nicht den gesamten Computer bzw. Drucker neustarten zu müssen. Um seinen Computer möglichst nachhaltig zu nutzen, sollte man zudem den Energiesparmodus dem eigenen Nutzerverhalten anpassen und gegebenenfalls die Bildschirmhelligkeit herunterdrehen. Moderne Computer verfügen über einen ausgeklügelten Energiesparmodus, bei dem Arbeitsprozesse ungestört im Hintergrund weiterlaufen können.

 

4. Nachhaltiges Drucken

Umweltbewusstes Drucken bietet große Einsparpotentiale, denn beim Drucken werden in vielen Firmen wertvolle Ressourcen wie Papier und Tinte geradezu verschwendet. Arbeitgeber sollten daher die Voraussetzungen für nachhaltiges Drucken schaffen. Dazu zählen die Anschaffung energieeffizienter Tintenstrahldrucker, mineralölfreier Öko-Farben und die Verwendung von Recyclingpapier. Moderne Tintenstrahldrucker reduzieren den Energieaufwand um bis zu 80 Prozent gegenüber Laserdruckern, Recyclingpapier kann bis zu sechsmal wiederverwendet werden. Die aufgebrauchten Tintenstrahldruckerkartuschen lassen sich problemlos eigenhändig nachfüllen, wodurch weniger Abfall anfällt. Bereits bedrucktes Papier, das nicht mehr verwendet wird, sollte rückseitig als Notizpapier benutzt werden, bevor es endgültig in die Papiertonne wandert. Die zuständigen Mitarbeiter sollten außerdem bei der Vergabe von Druckaufträgen an professionelle Druckereien darauf achten, dass diese ein klimaneutrales Druckverfahren anwenden.

 

5. Umweltfreundliche Büroeinrichtung

Gerade die Anschaffung neuer Büromöbel bietet die Chance, Arbeitsplätze nachhaltiger zu gestalten. Nachhaltige Möbel erkennt man anhand entsprechender Zertifikate. Bekannte Beispiele sind das Goldenen M der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. oder speziell für Produkte aus Holz oder Holzwerkstoffen der Blaue Engel und  die Zertifizierung nach den strengen Umweltauflagen des Forest Stewardship Council (FSC). Zusätzlicher Vorteil: Umweltfreundliche Büromöbel schonen nicht nur Geldbeutel und Natur, sondern auch die Mitarbeiter, denn sie enthalten deutlich weniger Schadstoffe als konventionelle Einrichtungsobjekte.

 

6. Klimaneutraler Versand

Grundsätzlich lässt sich ein Brief bzw. Dokument in Form einer De-Mail umweltschonend und zugleich rechtssicher versenden. Diese Form der elektronischen Post, die staatlich geprüft ist, garantiert die einwandfreie Identität von Sender und Empfänger und wird auch von Seiten deutscher Behörden anerkannt. Das heißt: Auch vertrauliche Dokumente müssen nicht zwingend per Post versendet werden, was dabei hilft, Papier und Energie für den Transport einzusparen. Doch auch in den nächsten Jahren wird man nicht ganz um den Versand von konventionellen Briefen und Dokumenten herumkommen. Doch wer nachhaltig denkt, nutzt für konventionelle Postsendungen klimaneutrale Alternativen.

 

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